Vier Ahlener Kitas beenden Projekt "Kita – Lebensort des Glaubens"

Hand in Hand umrundeten die Teilnehmer des Abschlussfestes die St.-Bartholomäus-Kirche und setzten so ein Zeichen gelebter Gemeinschaft.

Auch die Kleinsten können sich schon ganz groß einbringen. Das haben die Kinder der vier Ahlener Kindertagesstätten St. Andreas, St. Marien, St. Johannes Nepomuk und St. Elisabeth beim großen Abschlussfest des Projektes "Kita – Lebensort des Glaubens" am 24. Juni gezeigt. Zusammen mit Eltern und Erziehern erlebten sie unter dem Motto "Unterm Himmelszelt leben alle in einer Welt" rund um die St.-Bartholomäus-Kirche ein vielfältiges Programm.

Vor allem die Aktionen des "Theomobils" aus Sendenhorst luden zum Mitmachen ein. Mit Kerzen in den Händen gingen die Kinder auf Entdeckungstour durch die St.-Bartholomäus-Kirche. Zuvor hatten sie diese von außen gemeinschaftlich mit einer Menschenkette umrundet. Im großen Erzählzelt wurde das Hören zum Erlebnis: Das kleine und große Publikum wurde in Geschichten auf eine Reise durch die Welt der Mythen aus verschiedenen Kulturen und Religionen entführt. Wer sich danach lieber wieder aktiv betätigen wollte, war beim Trommeln richtig. Hier konnten die Kinder unter Anleitung Geschichten mal laut, mal leise mit Trommelklängen begleiten.

"Es ist uns wichtig, dass die Themen Kirche und Glauben in den Kindergärten vertreten sind", erklärte Verbundleiterin Hildegard Freisfeld. Einen besonderen Dank richtete sie an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der vier Kitas: "Ihr habt alle mitgemacht und euch großartig engagiert; das ist nicht selbstverständlich im heutigen Kita-Alltag." Eineinhalb Jahre hatten die katholischen Kitas neue Wege zu religionspädagogischen Themen entwickelt, die den Glauben im Kita-Alltag erlebbar machen. Neben einer Bestandsaufnahme der Glaubensvermittlung beschäftigten sich die Mitarbeiter in Workshops mit biblischen Geschichten, der Erkundung des Kirchenraums, Maria als Schutzpatronin und religiösen Fachtagen.

Mit der Vorstellung eines Kindergartenpastoralkonzeptes, das auch die Kinder und Familien in den Prozess der Neuorientierung einbezieht, zeigen die Verantwortlichen, dass es auch nach dem offiziellen Ende des Projekts "Kita – Lebensort des Glaubens" weitergeht. Das versicherte auch Projektleiter Dr. Andreas Leinhäupl: "Eigentlich ist das erst ein Anfang, denn wir werden die Kindertagesstätten auch weiterhin begleiten."

Das Projekt, das Bischof Dr. Felix Genn Anfang März 2014 vorgestellt hatte und das in acht ausgewählten Kirchengemeinden im gesamten Bistumsgebiet verortet ist, möchte für eine bessere Heranführung der Kinder in Kindertagesstätten (Kitas) an den Glauben eintreten. Es verfolgt außerdem die Ziele, die Kitas enger an die Kirchengemeinden anzubinden und die Vermittlung christlicher Werte zu fördern.

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