Im Spiel von Gott erzählen

Von Geburt an ist der Mensch ein spirituelles Wesen. Er staunt und fragt, sucht und denkt nach über die Geheimnisse und Grenzen des Lebens. Oft fällt es ihm schwer, diese Gefühle und Gedanken in Worte zu fassen. Gott im Spiel (Godly Play) ist dabei eine Möglichkeit, Glaube und Bibel spielerisch zu entdecken und sie mit eigenen, individuellen Lebensgeschichten zu verknüpfen. In der Münsteraner Akademie Franz Hitze Haus haben sich zehn Teilnehmerinnen zu zertifizierten Godly Play-Erzählerinnen fortbilden lassen.

„Der Zertifikatskurs „Godly Play“ bietet eine nachhaltige religionspädagogische Qualifizierung und war ein voller Erfolg“, freute sich Sebastian Mohr. „In diesem Kurs haben zehn pastorale und pädagogische Mitarbeiterinnen zusammen über zehn biblische Geschichten nach dem Godly Play-Ansatz erarbeitet. Die Teilnehmerinnen haben ein neues religionspädagogisches Konzept in Theorie und Praxis erlernt. Daneben gab es aber auch Raum zur Reflexion und Vertiefung des eigenen Glaubens.“

Gott im Spiel (Godly Play) versteht sich als eine Form religiöser Bildung, die für Kinder besonders geeignet ist. Der Ansatz fußt auf der theologischen Überzeugung, dass sich Gott im Leben eines jeden Menschen erfahrbar machen will – und möchte es den Kindern ermöglichen, Gott hörend und spielend zu begegnen. Er basiert auf den Prinzipien der Pädagogik von Maria Montessori und möchte Kindern – und Erwachsenen, die Möglichkeit bieten, ihre Spiritualität zu entdecken und wachsen zu lassen. Der spielerische Umgang mit der Materie und das In-Geschichten-Leben begreift Godly Play als zwei elementare Formen, wie Kinder sich die Welt erschließen können.

Die Teilnehmerinnen haben in den zwei Blöcken á zwei Tage Geschichten aus den drei Genres Glaubensgeschichten, Gleichnisse und liturgische Einheiten kennengelernt. Dabei erzählte und ergründete jede von ihnen eine eigene Geschichte und war dabei, wenn die anderen Teilnehmerinnen ihre Geschichten erzählten. Sie erhielten dabei konstruktive Rückmeldungen und wurden im Verlauf der vier Tage selber zu Expertinnen im Erzählen einer Godly Play-Geschichte. Dies ist die Basis für das freie Spiel der Kinder, in dem sie ihre eigenen Ideen zum Erlebten in religiöse Erfahrungen umwandeln.

„So ist Gott im Spiel sowohl eine wertvolle Unterstützung für das religionspädagogische Profil von Kindertagesstätten, wie auch für eine Gemeindepastoral, die zum Ziel hat, Menschen zu befähigen, einen erwachsenen Glauben zu entwickeln und zu leben“, brachte es der Referent Markus Rischen abschließend auf den Punkt.

Das Aktionsprogramm "Kita - Lebensort des Glaubens" hat in Zusammenarbeit mit der Akademie Franz Hitze Haus diese Fortbildung durchgeführt. Wenn Sie an Godly Play interessiert sind, am 25. September findet in der Familienbildungsstätte Geldern ein Kennenlerntag zum Thema "Gott im Spiel (Godly Play)" statt. Nähere Infos zu Uhrzeit und Anmeldung finden Sie auf der Kita-Homepage unter der Rubrik Fortbildungen/Methodenworkshops

AnsprechpartnerInnen

Leitung des Aktionsprogramms
Kathrin Wiggering
Telefon: 0251 8901-254
wiggering@caritas-muenster.de

Sekretariat und Sachbearbeitung
Vanessa Fliß
Telefon: 0251 495-551
projekt-kita@bistum-muenster.de

Begleitung des Aktionsprogramms   Franz Hitze Haus
Sebastian Mohr
Telefon: 0251 9818-460
mohr@franz-hitze-haus.de

Mitarbeiterin des Aktionsprogramms (Kooperation Uni Münster)
Karolin Kramer
Telefon: 0251 8329-220
kramer-k@bistum-muenster.de

Mitarbeiterin des Aktionsprogramms (Kooperation Uni Bochum/ZAP)
Alina Brinkmann
alina.brinkmann@rub.de

Kooperationspartner

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