Pilgernd auf der Suche nach sich selbst

Dem Einerlei des Alltags entfliehen, den eigenen Körper spüren, die Sinne schärfen – der Traum Vieler in unserer technologisierten Welt. 20 Erzieherinnen aus dem Bistum Münster haben drei Tage lang die gewohnten Pfade verlassen und sich auf das Abenteuer „Pilgern auf dem Jakobsweg“ eingelassen, das von dem Aktionsprogramm „Kita – Lebensort des Glaubens“ im Rahmen des Fortbildungsangebots durchgeführt wurde. Von Rheinberg am Niederrhein bis zum Schloss Pesch in Meerbusch führte die Pilgerinnen ihre 51 Kilometer lange Route. Und wer anfangs noch dachte, Wandern sei so etwas wie Spazieren gehen nur anders, wurde schnell eines Besseren belehrt. Denn Mutter Natur zeigte, was sie alles in ihrem Repertoire hat: von Starkregen mit 40 Litern pro Quadratmeter bis zu 30 Grad ohne Schatten war alles dabei.

„Es war schon anstrengend, bei 30 Grad ohne Schatten durch die Felder zu gehen“, erklärt Pastoralreferent und Pilgervater Ralf Peters. Peters, der gerne auf den westfälischen Jakobswegen unterwegs ist, lud die Pilgerinnen dazu ein, sich selber und die Natur, die Schöpfung, intensiver wahrzunehmen. Die Tage waren angefüllt mit Begegnungen, Gesprächen und Stille, Zeit für sich und für andere. „Pilgern bringt einiges in uns in Bewegung, es unterbricht den Alltag und gibt uns die Möglichkeit, Körper und Natur bewusster wahrnehmen“, sagt Peters. „Pilgern ist eine intensive Erfahrung.“

Die Teilnehmerinnen wurden eingeladen, eine Stunde am Tag schweigend dem Weg zu folgen. „Das wurde von allen so konsequent eingehalten, dass auch keine entgegenkommenden Wanderer gegrüßt wurden, was normalerweise der Fall ist“, erzählt Peters lachend. Kurze, geistliche Impulse gaben dabei Stoff zum Nachdenken. Und er hat gemerkt, dass der Gruppe das „das Individuelle und Freiwillige“ wichtig war. So hat er immer wieder abgestimmt, wann und ob geschwiegen wurde.

Sein Fazit: „Jeder will, macht und braucht das Gleiche anders. Es ist der schmale Grad zwischen Gemeinschaft bei gleichzeitiger Individualität.“ Das hat er als „die“ Herausforderung für ihn als Leiter empfunden. Am Ende der Wanderung sind alle glücklich und um einige Erfahrungen reicher am Ziel der Pilger-Wanderung, Schloss Pesch, angekommen.

Nachgefragt...

AnsprechpartnerInnen

Leitung des Aktionsprogramms
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Telefon: 0251 8901-254
wiggering@caritas-muenster.de

Sekretariat und Sachbearbeitung
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Telefon: 0251 495-551
kita-aktionsprogramm@bistum-muenster.de

Begleitung des Aktionsprogramms   Franz Hitze Haus
Sebastian Mohr
Telefon: 0251 9818-460
mohr@franz-hitze-haus.de

Mitarbeiterin des Aktionsprogramms (Kooperation Uni Münster)
Karolin Kramer
Telefon: 0251 8329-220
kramer-k@bistum-muenster.de

Mitarbeiterin des Aktionsprogramms (Kooperation Uni Bochum/ZAP)
Alina Brinkmann
alina.brinkmann@rub.de

Kooperationspartner

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