Wenn die Kita zum Drehort wird

„Was wollen die den hier?“ Mit vor Erstaunen weit aufgerissenen Augen beobachten knapp 15 Kinder, wie drei Leute schwarze Koffer und Stative in ihren St. Pius-Kindergarten in Rhede schleppen. Und das noch vor dem Frühstück. Neugierig folgen sie den dreien die Treppe hoch. Skeptisch schauen sie zu, als diese schließlich zwei Kameras und künstliche Lichtschirme aufbauen und Stühle zurechtrücken. Denn nicht jeden Tag verwandelt sich ihre Lernwerkstatt „Logica“ in ein Filmset.

Doch schnell gewinnt der Spieltrieb wieder überhand: Die Kinder bauen im Hintergrund weiter an ihren Türmen und lassen sich vom Treiben vor und hinter den Kameras nicht irritieren. Im Gegenteil. Immer wenn einer ihrer Türme mit lautem Krachen zusammenbricht, huschen verschmitzt lächelnde Augen in Richtung Kameramann. Aber auch der lässt sich nichts anmerken, muss vielmehr selber ein Grinsen unterdrücken.

„Nach fünf Jahren im Projektstatus wird das Projekt „Kita – Lebensort des Glaubens“ Anfang kommenden Jahres in eine feste Struktur im Bistum Münster überführt. Ein Grund für uns, einen Blick zurück auf die unterschiedlichen Teilprojekte und Projektphasen zu werfen“, erklärt Projektleitung Kathrin Wiggering. „Zusammen mit dem Zentrum für angewandte Pastoralforschung (ZAP) in Bochum wollen wir eine Dokumentation drehen, aus der deutlich wird, um was es uns in der Begleitung von Projektstandorten gegangen ist und geht und warum sich die mittlerweile 120 Kitas bei der Weiterentwicklung der Kita-Pastoral haben begleiten lassen.“

Der knapp siebenminütige Film zeigt die Motivation und die Erfahrungen aller Beteiligten auf und das, was sich durch das Projekt vielleicht verändert hat. Im Zentrum des Films standen dabei allein die Kita-Akteure. Interviewt wurden Erzieherinnen, Kita-Leitungen und Verbundleitungen, Priester und Mitglieder der Pastoralteams. Die insgesamt 14 Darstellerinnen und Darsteller wurden so ausgewählt, dass unterschiedliche Projektphasen im Film gezeigt werden konnten: von „vollständig durchlaufen“, über „mitten im Prozess“, bis „zu gerade frisch gestartet“ war alles mit an Bord.

„Wo geht’s denn hier zur Maske?“, fragte Verbundleitung Dennis Epping aus Wesel mit einem Zwinkern im Auge, als er kurz vor Drehbeginn zur Tür hereinkam. Von wegen Maske... nur die ungeschminkte Wahrheit kam vor die Kamera – aber in einer so ungezwungenen und lockeren Atmosphäre, dass alle Beteiligten Spaß an der Sache hatten und teilweise sogar vergaßen, dass sie gefilmt wurden. 

Wir danken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Hamm, Ochtrup, Rhede, Wesel, Greven und Duisburg für ihren großartigen Einsatz.

AnsprechpartnerInnen

Leitung des Aktionsprogramms
Kathrin Wiggering
Telefon: 0251 8901-254
wiggering@caritas-muenster.de

Sekretariat und Sachbearbeitung
Vanessa Fliß
Telefon: 0251 495-551
projekt-kita@bistum-muenster.de

Begleitung des Aktionsprogramms   Franz Hitze Haus
Sebastian Mohr
Telefon: 0251 9818-460
mohr@franz-hitze-haus.de

Mitarbeiterin des Aktionsprogramms (Kooperation Uni Münster)
Karolin Kramer
Telefon: 0251 8329-220
kramer-k@bistum-muenster.de

Mitarbeiterin des Aktionsprogramms (Kooperation Uni Bochum/ZAP)
Alina Brinkmann
alina.brinkmann@rub.de

Kooperationspartner

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