Kita-Projekt in Seppenrade erfolgreich beendet

„Kita – Lebensort des Glaubens“: Nach eineinhalb Jahren ist dieses Projekt für die Kindertagesstätten (Kitas) in Trägerschaft der katholischen Kirchengemeinden St. Felicitas in Lüdinghausen und St. Dionysius in Seppenrade im Rosengarten Seppenrade am 12. Juni mit einem Fest beendet worden – zumindest offiziell.

Denn, erklärte Projektleiter Dr. Andreas Leinhäupl, es sei eigentlich erst ein Anfang. „Ich hoffe“, pflichtete ihm Alice Zaun, Pastoralreferentin in Lüdinghausen, bei „dass die während des Projektzeitraums geknüpften Beziehungen der Kitas untereinander weiter tragen“.

Projektinhalt war neben der Bestandsaufnahme der Glaubensvermittlung in den Kindertageseinrichtungen die gegenseitige Wahrnehmung und Bindung von Kitas, Pfarreien und Pfarrgremien. Wünsche und Ideen für eine lebendige Vermittlung des katholischen Glaubens konnten geäußert werden und wurden von den Projektbegleitern aufgenommen. Die Ergebnisse aus Workshops und Interviews fließen dann in einen konzeptionellen Orientierungsrahmen ein, der den Kitas für ihre künftige Arbeit zur Verfügung steht.

Doch das Fest am vergangenen Sonntag im Rosengarten von Seppenrade gehörte nicht so sehr zum theoretischen Überbau. Es zeigte vielmehr ganz praktisch, wie die christliche Ansprache an Kinder unter sechs Jahren und deren Eltern in katholischen Kitas aussehen kann.

„Du bist ein Segen“ lautete die zentrale Botschaft des Wortgottesdienstes zur Eröffnung des Festes. Mit Handpuppen erzählten Erzieherinnen die Geschichte einer Schnecke, die erfährt, was es heißt, von Gott gesegnet zu sein. Pfarrer Benedikt Elshoff führte behutsam durch die Elemente des Wortgottesdienstes, und Kinderliedermacher Reinhard Horn sorgte schwungvoll für musikalische Begleitung. Abschließend – und um den Netzwerkcharakter der Veranstaltung zu verdeutlichen – waren die Besucher eingeladen, sich einen Faden zu nehmen und ein großes Spinnennetz zu knüpfen. Dieses wurde dann in der Mitte des Festplatzes ausgelegt.

Nach dem Wortgottesdienst lockten zahlreiche Aktionsangebote. Kistenklettern, Menschenkicker, ein Erzählzelt, Kinderschminken oder in einer Gondel am Kran hochfahren: Die Jugendgruppen der Gemeinden – ob Messdiener, Ferienlager, Kolpingjugend oder Heimatverein Seppenrade – hatten sich einiges einfallen lassen.

So ganz nebenbei wurde den Eltern und Kinder eindrucksvoll gezeigt, wie die vielfältige Kinder- und Jugendarbeit der Gemeinde aussieht. „Die Frage ist doch, wie sprechen wir Menschen unter sechs Jahren an?“, erläuterte Pfarrer Benedikt Elshoff eine Kernfrage auch des Projektes „Kita – Lebensort des Glaubens“. Schaut man sich an diesem Sonntagmittag im Rosengarten um, so ist mit dem Ende des offiziellen Projektzeitraumes in jedem Fall ein guter Anfang gemacht.

Text und Foto: Ira Middendorf-Kleymann

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